Über
Die Abu-Sayyaf-Gruppe (Abu Sayyaf Group – ASG) spaltete sich Anfang der 1990er Jahre von der Nationalen Befreiungsfront der Moros (Moro National Liberation Front) ab und ist eine der gewalttätigsten Terrorgruppen auf den Philippinen. Die ASG, die schon früh von al-Qaida beeinflusst wurde, nennt als ihr Ziel die Förderung eines unabhängigen islamischen Staates im westlichen Mindanao und im Sulu-Archipel. In jüngerer Zeit haben Elemente der Gruppe Verbindungen zur regionalen ISIS-Schwesterorganisation ISIS-Philippinen hergestellt. Die Gruppe hat auf den gesamten Philippinen terroristische Handlungen, darunter Bombenanschläge, Attentate und Entführungen mit Lösegeldforderungen, verübt.
Am 8. Oktober 1997 klassifizierte das US-Außenministerium die ASG als Ausländische Terroristische Organisation (Foreign Terrorist Organization – FTO) gemäß Abschnitt 219 des Einwanderungs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes (Immigration and Nationality Act) in seiner geänderten Fassung. Später, am 23. September 2001, wurde die ASG in den Anhang der Durchführungsverordnung 13224 (Executive Order 13224) aufgenommen. Diese Einstufung hat unter anderem zur Folge, dass sämtliches Eigentum und alle Beteiligungen an Eigentümern der ASG, die der US-Gerichtsbarkeit unterliegen, gesperrt sind und dass es US-Personen generell untersagt ist, mit der ASG Geschäfte zu tätigen. Darüber hinaus ist es eine Straftat, der ASG wissentlich materielle Unterstützung oder Ressourcen bereitzustellen oder dies zu versuchen oder sich dazu zu verschwören.
